Truubefasnacht 2011

Oli: Mini Schwiiz
Dä Röbi
De Nachtwächter...
Dr Schwob
Gurri und Schnurri
"Cäsar" fis
Flower Power
Alliglattohre
Fotos: August Gmür


Oli: Mini Schwiiz

Liebe Mitbürger ----- und Frauen

wer ist der harte Kerl auf dem Fünflieber ?
wer ist das adrette Mädchen auf dem Goldvreneli ?
warum musste der Einräppler sterben ?

Immer mehr werden wir solchen verzweifelten Fragen ausgesetzt.
Nun- Woher dieser Wissensdurscht ?

Wir haben das Büro für Auswärtiges - natürlich grad den Direktor selbst - Gregor Wegmüller- kontaktiert und ihn um Hilfe gebeten.
Er hat dann total spontan eine Studie erstellen lassen an der Hochschule für Mässen und Gemässen werden!

Es haben sich schampaaar spannende Ergebnisse ergeben.
Eine sehr emotionale Studie war folgende:

Migros - oder Coop ?
Anhand der meistverkauften Produkte kann man ganz deutlich folgendes erkennen.
Der 1. Platz in der Migros verzeichnet die Kartoffel,
im Coop die Banane !!
Den 5. Platz in der Migros belegen die Windeln, diese stehen in hartem Konkurrenzkampf zum 5. Platz bei Coop: dem Buttergipfel !
Dazwischen bewegen sich die Äpfel und Zitronen öppen auf dem gleichen Niwooo.
Erfreulich ischt zu sehen, dass die Migros Baby-Feuchttücher einen leichten Anstieg gegenüber den Coop-Butterweggli verzeichnen können.
ALSO die Studie hat ergeben: Mached wanner wönd- de Coop got einewäg!
 
Erschtens : Das Obligatorische
Nicht wahr, das ischt nun wirklich die wichtigschte Sache der Schweizer
Nu, liebe Mannen.
Wie kommt der Schweizer zu seinen Punkten, damit er das Obligatorische erfüllt hat. Hä?
Kurze Zusammenfassung
Je 5 Schuss Einzelfeuer Scheibe A5 und B4
1x2 Schüsse Kurzfeuer Scheibe B4 in 20 Sekunden
1x3 Schüsse Kurzfeuer Scheibe B4 in 20 Sekunden
1x5 Schüsse Schnellfeuer Scheibe B4- das dauert dann schon etwas länger- ganze 40 Sekunden.
Das ergibt dann alles im allem mindestens 42 Punkte- bei weniger Ehrgeizigen - und 200 bei denen, die das Gewähr nicht einfach nur auf dem Schrank haben, sondern fleissig im Gärtli üben oder auch auf dem Migrosplatz.
Böse Zungen behaupten die Tauben seien vom Bund geschickt -
zu Übungszwäcken…
Schwieriger wird’s dann mit dem Punkten bei der Eurovision
de la Chanson
Da heissts nämlich ständig
Switzerland 0 points !!.
Sälber schuld, die wollten mich ja nicht !
Eine weitere wichtige Studie ist diejenige um die Frage
- wer ist die Beste!

Weit abgeschlagen liegt Kriens - nämlich ohne Bewertung
Zürich erhält ein fad und aussen fettig
Winterthur immerhin ein sehr gut
Biel sehr gut und ausgewogen
Bern fettig aber ok
Lugano na ja
Luzern beliebt
Einzig St.Gallen erhält ein PERFEKT
Bei näherer Betrachtung stellen wir fescht dass es bei diesem Kontescht nicht um die Miss Schweiz geht sondern um die
Fussball-Stadionwurst

Nun, liebe Ostschweizer --- und Frauen- Sie werden erahnen, dass diese Studie diräkt vom Scheffredakter Angst höchschtpersönlich gemacht wurde. Er muss sich ja als AusserSangaller irgendwie einschleichen.
Denn was ischt den Sangallern mehr als Wurst???
Richtig- Die Thurgauer !
5
Ja, dann wünschen wir den Sangallern - allen voran Dir Dave- weiterhin
 
toi toi toi
Dass dies reibungslos verlöuft oder der Seich sauber gespühlt wird dafür sorgt die Firma Toi Toi. Damit wären wir bei der nächsten umfangreichen Studie- die gäht uns nun wirklich alle an!
Bemerkenswerte Zahlen auch hier meine lieben Bürger ----
und Frauen!
2009 legte Toi Toi Schweiz rund 1,8 Millionen Kilometer zurück. Dabei wurden 220000 Liter Diesel verbraucht und 400 platte Reifen gewächselt.
Pro Jahr verbraucht die Firma Toi Toi etwa 8600 Kilometer Toilettenpapier. Das entspricht der Flugstrecke zwischen Berlin und Bangkok.
Die jährliche Menge an hmkkkksm äxgüsi-, durch toi toi abgepumt beträgt 5800 Kubikmeter.
Sones Schissgschäft…..
Diese Menge entspricht ca. zwei gefüllten Olympiaschwimmbecken mit den Massen 25m x 50 m - Nun, Glen Grant, die älteste Brennerei in Schottland produziert jährlich gleich viel Whisky .Hoffentlich nicht im gleichen Schwimmbecki, prost.!!
 

Dä Röbi


De Nachtwächter für de Truube und d'Fröschgass

Hört ihr Leut und lasst euch sagen
Unsre Glocke hat geschlagen.
Die Zeit die schreitet stets voran,
also, fangen wir jetzt an.

Ich bi dë Nachtwächter
Dä Gloggenschlag ghört de chline Schwöschter
vo de gröschte evangelischen Chile-Glogge.
Di säb treit di grosse Wort:
«O Land, Land, Land! Höre des Herrn Wort!»
(do druf schtoht nu ganz bescheide:
«trotz grossem Bauboom, unverdrossen
hat Armin Huber mich gegossen
für Truube-Fasnacht 2011»)
Hört ihr Leut und lasst euch sagen
Im Oberdorf darf ich nicht schlagen.
de Chileturm han ii verloo
im Truube bin ii undercho!

Freiwilligi-Arbet isch aagseit,
amtlich und halbamtlich.
Es gyt neuerdings dodefür
Diplom, Job-Börse, Uusflüg mit Bankett usw.
Zum all das z’bewältige natürlich
au es Büro für Freiwilligi-Arbet
(säb denn aber wohl ender im zahlte Vollamt).
Me chan aber au noch wie vor
immer no eifach öppis würkli freiwillig mache,
ohni das a di gross Glogge z’hänke
(e chliini tuets au).
Drum probier ich’s und
mache ab sofort - total freiwillig -
de Nachtwächter für de Truube und Pfröschegass
hüt i soner Art «Nummerngirl-Funktion»
(ähnlich wie früener Toberdörfler).
 
Hört ihr Leut und lasst euch sagen
Im Truube darf ich weiter schlagen.
Und Toberdörfler, no di noh,
wönd alli au do abe choo.

Die eine a d’Fröschegass
zu de andere Glögglifrösch,
grad hinderem Roothuus,
wo aber leider znacht au keis Turm-Glöggli meh schloht!
(es tönt jo fasch wie das do,
villicht chennt me druus no öppis mache).
Di andere a d’Feldgass, üse Bulewar,
grad nebedem Pestalozzischuelhuus,
Deet aber leider no immer
mit em unermüedliche mehrschtimmige Pause-Gloggelärme.
 
Hört ihr Leut und lasst euch sagen
Dort oben darf ich nicht mehr schlagen.
I d’Chile rüeft bald nume noh
es SMS zum Zämechoo!

Toberdörfler vo wyter obe ziend in wilde Weschten abe.
Deet ghört me aber bi ungünschtigem Wind
sicher d’Glogge vo Busslig und Märschtette,
oder mindeschtens die vo de Gideon-Chüe.
Und au de Chile-Helmuet tänkt wyter.
Er baut prophylaktisch scho emoll
s Dachgschoss vom Banau-Altersheim uus. -
hoffetli hundert prozentig
Velo- und Rollato-Gloggelärm-isoliert.
Hört ihr Leut und lasst euch sagen
S ist_nicht mehr in, das cheibe Schlagen.
Em_Max sin Tuube-Schwarm flüügt drum,
als Friede-Symbol deet in Turm!

Dä neu uusbrocheni Krieg der Vögel,
Hirsche-Tuube contra Gmeinds-Vögeli,
Chönnt uf die Art für beedi Parteie in Ehre bygleit werde.
D’Wahl hät er jo huushooch gunne,
das heisst de Vogel abgschosse.
So muen er eigetli kei Angscht mehr haa
vor allfällige vogeldräckige Schtöörmanöver.
Mir sind jo nid z’Bischofszell!
 
Hört ihr Leut und lasst euch sagen
Hier wird fröhlich weiter gschlagen.
Im_Truube-Glögglistübli dong
bi feschtliche Bankett als Gong.

Tolivia müesst sich doch emol überlege,
öb das Glöggli do im Truube
chönnt en neue Name übercho
zum Bischpiil Fasnachtsglöggli –
Will’s doch e sooo fröölich tönt.
Üse fascht hauptamtlichi Wyfelder Fasnachtsminischter
- jetzt allerdings nüme im Gmeindsamt -
müest für sini Fasnacht scho ehnder
es Glöggli oder e Schälle im Moll-Ton haa.
Bi dem Päch won er doch immer wieder hät
mit em Datum für sini intergalaktischi Guggerei.
Damol doch würkli wieder
z’früe und ersch no z’schpoht:
Trotz lange zwoo Wuche vor de Kalender-Fasnacht
wird er vom Märtplatz verdrängt
vo InHaus- und Schlaraffia-Mäss.
 
Hört ihr Leut und lasst euch sagen
S ist vorbei mit nächtens Schlagen.
Bürgergmeind, mir bëtted drum,
Baut auf den Saal - en Gloggeturm!

Me weiss nid gnau, was im und um de Truube
demnächscht alles söll neu- und umpaue wërde.
Bis jetz isch eifach von ere Saalrenovation gredt worde.
glaub nid eifach nu neui Farb und Vorhäng.
Nei au neui Bühnetechnik und e neui Akustik söll’s geh - vilicht.
Im Moment isch aber offebar erscht es Projekt vorhande
wo no Abschtrich gmacht werde chönid.
Vil spöter dën emol, bi ihrer Pensionierig, seit Tolivia,
gäb’s dän au en neue Truube-Platz.
Irgendwänn wird ich dän mit ihre zäme
dodefür e öffentlichi Pflaschterschtei-Sammlig veranstalte.
Wenn dän jede Ywohner nu 1 Schtei schpëndet
langets allwäg scho für en ganz schöne Bitz.
Aber au rund um de Truube lauft einiges,
im Moment au no unklar, aber sicher isch:
Nid nu a de Fröschegass und im Feldhof,
nei au Truubeschüür und d’Hirscheschüür sammt Schlachthuus
werdid schynts uus-g’ebneret.
 
Dong, dong, dong…..
Hört ihr Leut und lasst euch sagen
s war so schön, bei euch zu schlagen.
Schlaglos’ Zeit folgt nun im Nu - :
S’ganze Jahr lang Fasnachts-Ruh.

und de Truube- und Fröschegass-Nachtwächter
versorgt und verschteckt sini Hellebarde
wider guet und sicher.
Me weiss jo nie,
wenn’s e Neuuflag vonere Waffe-Verbotsinitiative gyt,
damol für Morgeschtërn, Hellebarde,
Chuchi- und Militärmässer!

Drum ihr Leute, lasst euch sagen
Sollt ihr euch noch vorusen wagen.
Sei’s zum Brünzle oder Räucheln,
lasst euch von niemand nieder-mäucheln.

Dr Schwob

Wieder ist ein Jahr vergange,
nun, steh i da, noch ganz befange,
vor viele Leut, als Gast im Traube,
sogar die Oli kann‘s kaum glaube!
Ihr wart so brav ihr liebe, nette Leut,
zu schreibe gab es wenig halt bis heut,
trotzdem gab‘s paar kleine Sache,
damit ihr schmunzle könnt und lache!
 
Viel Freud beim Xang im Haffterkeller ,
nicht nur Sänger hatte volle Teller,
Die füttre auch des Abwart‘s Hund,
ihr liebe Leut ist so was g‘sund?
 
En ganze Fleischkäs hatte der gefresse,
wieso, warum, was war denn da gewese?
Der Martin meint’s mit Kamerade gut,
wenn er für Sonntag halt was auf die Seite tut.
 
Der Hund is schlau, und sehr geschickt,
so was mein Lieber, macht man wirklich nicht,
mach doch den Kofferraum gleich wieder zu,
dann hast‘te vor dem schlaue Viech dei Ruh!
 
Beim Fondue kochen könnt’s halt auch mal brenne,
Gust meint: da darf man doch nicht penne,
ihr liebe Leut, denkt doch d‘ran,
ich biet euch einen Löschkurs an!
Vom Feuerlöscher bis zum Tuch,
ein jeder mach mit Eifer ein Versuch,
so kann doch wirklich nichts gescheh‘n
er hatte recht, ihr habt’s geseh’n.
 
Alarm bespreche tut er auch,
er macht das bei der Bahn doch auch,
der Keller sei dann ruhig zu verlasse,
meint Scherrers Bernhard ganz gelasse.
 
Doch plötzlich geht ne Hupe los,
der Gmür wird bleich und denkt, was mach ich blos,
Er ruft sogleich die Feuerwehr,
es muss doch wirklich Hilfe her!
Scheili voraus, der Keller ward im Nu verlasse,
es war kein Feuer, trotzdem sollte man nicht spasse,
Wasserlarme gibt’s im Keller selten mehr,
da braucht’s doch wirklich keine Feuerwehr!
 
Das grösste Banner aller Zeiten,
Samariter konnten’s selber nicht begreifen,
das war doch reiner Grössenwahn,
jetzt muss sofort ein kleineres ran!
 
Gesagt, getan, in aller Stille wurd beraten,
was machen wir wohl mit dem neue alten,
wir könnten doch Allinghi fragen,
ob die schon neue Segel haben?
 
Still und leise, wurd ein neues Fähnlein dann gekauft,
am 1. August 2010 in aller Stille auch getauft,
so kam’s dann wie es kommen muss,
Ein Fähnrich langt jetzt, fertig, Schluss.
 
Die Kirchenglocken wurden endlich stillgelegt,
der Stundenschlag ist weg, s’wird Schlaf gepflegt,
die amputierten Hämmer wimmern leise,
der Schreiner hört’s, er ist halt weise!
Der Vogt am Berg hat seine Ruh gefunde,
doch munkelt man bereits zur Stunde,
er zög ins Dorf, zum Pestalozzi, habe ich gehört,
wie lang geht’s wohl, bis ihn die Pausenglocke stört?
 
Weinfelden pflegt den Chorgesang, gekonnt und weise,
Kreuzlingen meint: das ist doch viel zu leise,
das Fernseh’n muss doch her, so wird es sicher gut,
ein jeder komm, ob klein, ob gross, wenn er nur laut krähen tut!
 
So kommt es zum Gekreisch der Chöre,
viele gucken zu hause in die Röhre,
moderiert vom Dampf in allen Gassen,
so ein Quatsch, s’ist wirklich nicht zu fassen!
 
Geklatscht, getobt wird auf Kommando gar,
Per Telefon ist jeder ein Experte, klar,
jede Sonntag, s’ist wahrlich halt zum kotze,
ich glaub, s’ist Zeit jetzt, für’ne neue Glotze!
 
Neue Schweizerfilme sind heut rar,
Nicht wie’s bei Schaggi Streuli einmal war,
kein Rudi Walter, auch kein Paule Bühlmann,
kein Jnigo Gallo, Carli Carigiet, was dann ?
 
Einen neuen Star braucht’s auf der Stell,
im Toggi wurde sie fündig, gell fis gell!
Als dritter Hauptdarsteller bist bald obenauf,
Thurgauer Medien rühmten dich zu Hauf!
 
Finger und Füss fast abgefrore,
zum neue Star halt auserkore,
so nimmt man vieles halt in Kauf,
auf dass man endlich schwimme obenauf!
 
Der Traubenoli wird es Angst und bang,
ob der an Fasenacht kommen kann!
Lieber fis , wir freuen uns und danken dir,
das Du trotz allem heut bist hier!
 
Der Heiri hat kein Kalb verkauft,
er kündet an, und zwar ganz laut,
wer einmal lügt, dem glaubt man nichtens,
auf die Dudli könnt er glatt verzichten!
 
Gute Leute würden weg gemopt, verletzt,
durch Sozialarbeiter glatt ersetzt,
die Geld zum Fenster raus wohl werfen,
reisst ihm gewaltig an den Nerven.
 
So kann man dies und jenes lauthals kritisieren,
statt selber auch mal anzupacken und riskieren,
der Vergleich vom Hund im Metzgerladen,
zeugt wahrlich nicht von Geistes Gnaden!
 
Wer laue Nächte nicht geniesst ist doch ein Thor,
das merkt halt auch der Damenchor,
und singt und schwätzt auf alle Arten,
in des Trauben‘s schönem Garten.
 
Eine Nachbarin, es ist doch gar zum heulen,
kann sich an dem Lärm wohl gar nicht freuen,
die ärgert sich, o wei, o wei,
Und ruft doch glatt die Polizei.
 
Nach kurzer Zeit sind die schon da,
sie hören jedoch nur bla, bla, bla,bla
wie sind die Polizisten nett,
die hauen ab, nach Haus, ins Bett.
 
Die Rathausstrasse wurd geflickt,
ihr liebe Leut, war das geschickt?
es ging doch fast ein halbes Jahr,
bis dass der Spuk vorüber war!
 
Es wurd gekrampf’t wie nirgends weit und breit,
wenn’s nötig war, sogar zu zweit,
der Fahrplan werde eingehalte wohl,
der Max war sicher, ohne Kohl.
 
Jetzt will der gar nach Bundesbern,
Warum, wir habe dich doch gern,
das kanns’te wirklich gar nicht mache,
sonst muss Taubenvater Sax noch viel mehr schaffe!
 
Ihr liebe Leut, ich ruf Euch zu,
Ab sofort hab ihr vor mir Ruh,
I muss jetz ham und sing mit Euch
Das alte Lied, ihr wisst’s sogleich:

Im Truube is was los, im Truube.

Und dann die Hände, zum Himmel,

Erich Keller
 


Gurri und Schnurri

Tuube vom Marktplatz Gurri & Schnurri



Gurri: Hoi Schnurri, wie hesches?

Schnurri: Miis, i han sonen wahnsinns Hunger. Sit da rassistische Plakat vorem Migro stoht, getraut sich niemer meh mit üs fründlich zsi, aber zum Glück gitts no d'Olivia und dä Jürg, gell die leged üs hi und do es paar Brösmeli uf de Fenschtersimms, weisch dune wos niemer gseht.

Gurri: Es isch würkli nüme luschtig und jetzt wönds denn au no üsen Schlag hinder der Metzg abrupfe, i bi scho agmolde im Durchgangsheim, i weiss nöd recht, ei siite hends Fassade renoviert - viellicht hetts döt neimets en Schlupfwinkel, hoffentlich chömed mir no neimeds Asyl über.

Schnurri: Jo du seisches, es sonen gäbige Schlag wie de womer hend gitts bald nüme z'Wyfelde, alli alte Hüser rupfeds ab und stelled so hermetisch abgriglets Züg ane, wo sich wohrschinli nöd emol meh, en Ohreschlüfer chan e Nescht irichte.

Gurri: Am Elektro Möschinger sini Fassade findi no asprechend für sottigi wie mir. Viellicht chönded mirs döt probiere. Was meinsch?

Schnurri: Jo, viellicht, aber wer weiss ob da bi dere alte Hütte e langfrischtigi Lösig isch. Aber mir chunnt do no de Neubau vom Sekundarschuelhus in Sinn. Die baued sonen Latteverhau rund um de Singsaal - nimmt mi Wunder für wa das söll guet sii?

Gurri: Jo du, do wöred mir schö mit de Ziit go - bisch denn du für so moderns Züg?

Schnurri: Immerhin gitt üs Sek no z'sufe - dä Brunne im Pestalozzi isch super! Am Friitig simmer 12 höch döt eis go zieh. Du Gurri, chasch nögschte Friitig au in Stamm cho. Und wa do alles erfahrsch!

Gurri: Meh wie i de Ziitig? Ab dere wirsch au au nüme satt. Obe inne hends zwor Freud a dem neue Blatt, aber wenn ich die müsst zahle, müesst i Dihei mindeschtens en Schmineofe ha, das sichs Abo wür lohne. Wennd am Morge bim zmorge vorne afangsch lese chunsch spot go schaffe und wennd hine afangsch bisch z'schnell fertig will'd über Wyfelde nünt rechts finsch.

Schnurri: Aber eimol Gurri, weisch no, hetts en wunderbare Bricht drin gah mit eme Foti vo üs. Isch da nöd e Freud gsi!

Gurri: Ha, Ha, Ha du bisch schö naiv - hesch öppe blos s'Bildli aglueget. Weisch eigentlich au was dä zue gschribe hend? Weg dem Plakat hemmer jetzt e sonen sau Hunger!

Schnurri: Ach jo isch jo wohr- es isch es Elend! Weisch wa i nöd verstand. Imme Dorf wo de Gmeindamman selber e Vögli isch, müsst me doch mit meh Solidarität chöne rechne. Aber viellicht hangeds dämit zämä, dass dä z'Bern e grosses Tier will werde.

Gurri. Oder dass Wyfelde umsverrecke e Dorf will bliebe. Neimets dure sinds stolz, dass 10.000 Iwohner chöne zelle, aber Tuube, wo zu jedem rechte Städtli würed ghöre, wönds kei einzigi:

Schnurri: Die chönnted sich es Bispiel neh a Venedig! I chan dir sägä - das isch en Traum! Letscht Johr hani mir ä Wuche Ferie gönnt in Venedig. Stelle dir vor, dä Markusplatz - riesegross und Fründe soweit das Auge reicht- da isch es Happening gsi - unverglichlich! Foode und Feschte vom Morge früh bis em Obed spot!

Gurri: Vome sone Marktplatz träumi au. Aber log emol üsen a. S'einzig wo erlaubt isch - sind d'Auto. Die wo umenand schiffed und umenand sufed sind nöd erwünscht - da chani jo no verstoh, aber dass mer weg dene paar Tuubegägeli vo üs e sones Züg macht - da findi bünzlig, oder? -

Schnurri S'Heidi vo de Gmeind isch zwor immer dialogbereit, aber das Mol hett S'Vögeli vo obe abe nöd eifach nume zwitscheret, sondern klipp und klar miteme scharfe Ton es Machtwort trälleret.

Gurri: Jo, jo die Gmeindammänner. Z' Bürgle hends jo au es paar probiert. Üsen Turi hett wölle d'Bürgler Gmeindsverwaltig zum lache bringe - offesichtlich isches dene nöd ums lache,

Schnurri: Wieso meinsch, wägem Armin Eugschter?

Gurri: Nei, nöd Armin, sondern Ademaj, weisch Schnurri sisch eifach ungerecht. Dä chunnt e IV Rente über, rühert dä Güsel vors Huus und bliibt eifach hocke und all paar Tag erschint er i de Ziitig. Wo's jo angeblich nur für die würklich prominente Theme Platz hett. Und üserein gnaget am Hungertuech und chann zueluege wie dä Migros und dä Coop vor üsne Auge s'bescht Vogelfuetter für alli die herzige Vögli im Garte, rund ums Huss verchauft, damits de Winter guet überlebed und die sogenannte Vogelfründe es guets Gwüsse hend!

Schnurri: Mi allne hett me verbahrme wie mit üs Tuube ( usser im Truube).
Du Gurri, hett s'neu Johr überhaupt agfange?

Gurri: Wieso meinsch?

Schnurri: Jo, am Silvester hani gwartet bis zwölifi schloht, aber vor luuter Rakete und Chlöpfer hani nünt meh ghört und do meh jo d'Chileglocke wege de empfindliche Öhrli hett müesse umprogramiere hani nöd gwüsst, ob's jetzt lütet oder nöd. Irgendwenn hemmer den agstosse, aber ehrlich i weiss bis jetzt nöd, ob mir im neue Johr sind. I chan dir säge da wird no ganz mühesam, wege dere Lärmempfindlichkeit.
Hesch die Lärmschutzwänd gseh, a de Umfahrigstross?

Gurri: Jo, die gesend us wie e moderni Stadtmuur. Statt en Wassergrabe rund um Burg, hemir jetzt en Strossegrabe rund ums Dorf. Muesch gad luege wo chasch dureflüge, dass nöd ine Plexiglaswand i de höche Lage oder ine Betonwand ine donnerisch.

Schnurri: Aber de neui Kreisel isch cool! S' Feeling vom ovale Flug isch genial. Wenn i de obtimale Flugschnaise bisch druckt's di richtig i d'Lagerstross am Bahnhof verbii, rund um de zweiti Kreisel und ab dur d' Freiestross inne und du bisch no schneller vom einte zum andere End durs Dorf.

Gurri: I dem Fall flitzisch a de kath. Chile verbii! Döt gan ich jetzt is Yoga du da isch super, regsch di nüme uf, bisch ruhig und glücklich und i seg der i bruch viel weniger Chörner - bin eifach erfüllt. Genau s'richtig i dere Hungersnot.

Schnurri: Leck, was isch den das für es Wundermittel, das mueni au ha. Wer verchauft da?

Gurri: Dä Michael Mann - dä neui Gmeindleiter.

Schnurri: Ah, dä. Au du dä isch aber nüme lang do. Letscht Wuche hani ghört, wie dä Markus Meier rüeft, oh Mann, oh Mann!
Da isch übrigens au i de Ziitig gstande, no bis Ende April. Im gegenseitigen Einvernehmen. Weisch du was das heisst?

Gurri: Kei Ahnig, aber i dem Fall bruchets en Neue. Denn brucht dä Meier au es Wundermittel und wenn du mi frösch denn gitts nu eis und da heisst Yoga!

Schnurri: De ander Pfaff wo's hend isch de Hutter, gell. Ganz en ferruckte Fasnächtler. Schriibt Predigte i Versform und tanzed ide Chile mit de Guggemusig.

Gurri: Und än andere verruckte Fasnächtler isch de Curau, de hani au i de Chile gseh. De hät da Johr en Umzug z’stand procht, wo de Name au verdient. Blöd isch nume gis, dass die Zelt scho ufem Marktplatz gstande sind. Denn händs nöd gwüsst wo ane mit all dene Konfetti. Ich cha Dir sege, wo am Mäntig keine die War zemeputzt hät, do sind’s denn de Gmeind schö uf d’Buude gschtige. Und denn isches denn plötzlich schnell gange. Also mir hets nüüt gmacht, wenn die farbige Fätzli nochli länger umegläge wäred. Aber’s Bauamt hät lieber farbigi Zeichnige am Bode wie Konfetti.

Schnurri: Jo, da sind jo ganz bsunderi. Wa die eis Löcher ufriised. Chum chasch wieder emol uugstört durs Dorf flüge, scho stelleds wieder Tafle und Bagger ane. Für d’Detaillischte sind die mindeschtens so müehsam, wie d’Alkis. Aber do seit jo niemert öppis.

Gurri: Aber Eine seits dene amel. De Flugblatt und Leserbrief Heiri. Jetzt hätter de Dudli no eis as Bei geh will si noch sinnere Meinig z’vill Geld tägi usgeh. Debii sind mir so froh, wenn’s ide Gmeind no Lüt hätt mit Herz. Ich seg Dir, in Haffterhof gang i gar nüme gern go esse. Und sitt s’Zivilstandsamt de halb Stundetakt für d’Trauige iigführt hät, chasch nödemol me go Riis pigge vor em Wöschhüsli, bis di nöchschte chömed.

Schnurri: Jo me ghört au susch gspässigi Sache. Letscht Wuche isch us Istanbul d’Fatima iigfloge. Die wott emol luege, obs ere do gfallt. Wo si vor de Gmeindsverwaltig isch go fuettere, hättere de Häfner grad en Dütschkurs aaghänkt.

Gurri: Do steckt sicher d’Heidi Güttinger dehinder. Jetzt macheds dött alles noch Konzept. Für di Junge, di Alte und d’Uusländer händs jetzt e Planig grad für e paar Johr, was wönd mache z’Wiifelde. Aber de Heidi Güttinger cha da jetzt bald gliich si. Si muses jo nöd usbade.

Schnurri: Genau, die wird jetzt denn verabschidet. Du ich glaub di mueh no e paar Bluemevase go chaufe im Früelig. Wenn alli Verein und Kommissione dere zum Abschid en Bluemestruus schenked, denn chunt die susch nüme z’schlag. Jo, s’Heidi werded mir vermisse. Die hät halt no gret mit de Randständige vom Dorf.

Gurri: Jo zu dene ghöred mir. Villicht hätt jo de neu Gassearbeiter vom Jugendtreff es offes Herz für üs. Du vor zwei Wuche händ die zu sinnere Begrüessig ufem Marktplatz e Füürshow gmacht, die isch fascht so spektakulär gsi wie die bi de Talentshow vom Schwiizer Fernseh.

Schnurri: Die hend eifach nonig erkennt mit was für Talent mir usgstattet sind. Bi de schwizertalenshow hends üs halt abblitze lo, aber wenn's je wieder sötti es Xangsfescht geh, denn ghöri zu de erschte wo dene bim Casting eis vorgurred und denn, denn hetted mir de Saxi Martin 100% uf üsere Siite.

Gurri: Jo, genau und denn, denn werded mir viellicht sogar no e Attraktion von sine beliebte Dorffüherige. Bim Martin gitts doch am Schluss immer no öppis z'bicke - leck mir laufts Wasser im Muul zämä.

Schnurri: Chum Gurri mir probierts nomol bim Jürg ufem Fenschtersims. Und sus gömmer halt früh is Bett.

"Cäsar" fis

Der Adel ist gelandet

Ihr glaubed gär nöd, wie’s mi freut.
Die Woche han i vo Bayreuth
Poscht öberchoo, ganz dicki Poscht.
Ganz ehrli, mini Liebe, s choscht
mich Öberwindig, daa z verzele.
E Uni hät tatsächli wele
mich mit de höchste Ehre ehre.
I ha mich au nöd möge wehre-
I han meint, i fräss en Bäse,
wo-n- i doo ha tööre läse:
„Lieber fis, ohni Bschiss,
dessen sind wir ganz gewiss,
hast du in viele freien Stunden
manches Wort zum Vers gebunden,
bist dir allwäg treu geblieben,
hast nirgends etwas abgeschrieben,
du fandst zu jedem Taubenschiss,
wenn’s nötig war, ein Reimwort, fis.
Wohl hast du vieles durchgehechelt,
als Verslibrünzler gar belächelt,
zu mancher Trauben-Fasenacht
diskriminiert und ausgelacht
von einer jungen Beizerin…
Weil aber jene Schweizerin
auch nicht immer alles tschäggt,
sagen wir: Du warst perfekt!“
Wir haben vom
Karl-Theodor
nun seinen Doktor-Titel vor,
den wollen wir für dein Bestreben
mit besten Wünschen weitergeben.
Die Ehrung ist dir wohl
zu guten,
zu guten
Zwecken zuzumuten.
Nimm Anerkennung hin und Dank:
Für uns ist deine Schnitzelbank,
lieber fis, ganz gewiss,viel mehr wert als die dickste Diss…“
I müesst lüge, wenn i nöd zuegäb, dass i a dem Brief Freud ghaa han wie en Aff an ere Banane. Dass dä Freiherr von und zu au nöd gschiider isch; meer hend doch scho als Goofe glernt, dass me nöd eifach taar go dökterle. Und: Füdle zeige und andere s Füdli zeige isch eifach nöd s glich.  
Als Cäsar han i i de letzscht paar Jöhrli pausiert und zrugg-zoge gläbt. För d Verbreitig vo Kaiserschmarre gits jo d Rägebogepress und sit nüü Woche di neu Thurgauer Ziitig. Und die isch bald eso umfangriich wie n ich! Heb kei Angst, Dave: För e persönliche Abrechnig mit dir isch es vill z früeh. I weiss eifach, dass för e Durchschnitts-TZ-Leseri de Tag 25 Stund müesst ha, hingege langed noch eigene Messige vier Minute und 18,07 Sekunde för d Lektüre vo de Pricht und Reportage us de Region Wyfelde…  
Umso meh Müeh will ich mir geh, ume- und ane zluege und devo e chli z verzelle. Die ehrlichst Baustell im ganze Kaff isch de Neubau vo de Raiffiisebank. Um die ganz Abschrankig ume schtoht uf rot und Wiiss klipp und klar, wa Sach isch: Stutz, Stutz, Stutz!  
Vor mer Türe uufmached losed mer uf die charmantischt Beizeri, wo de Truube i de letzschte 24 Johr, 4 Mönet und füf Täg gha hät. Bim e Festbankett aafangs Februar hät üsi Oli zmitts im Service müesse zuegeh: „Üüs isch de Italiener usgange…“ Sie hät zwoor vom Wii gredt, aber i han no e anderi Messitsch useghört und druus gschlosse:

Dass jetzt Don Pasquale misse so strahle
perchè de Perotta a detto, io wotta
sii mini eigeni Capo… Capito?
Ciao Truba, Ciao Uva: Io gona nel Cigona
per fare Spaghetti und allefalls hett i
au no Salami per Nonno e Mami…
e un Grappa per Papa....
fis – wosche no e Birra?
 
Am nööchschte Ziischtig stoht z Wifelde e chliises Jubiläum aa: 1 Jahr Frauenrundgang – 1 Johr e wiiblechi Alternative zu de männleche Pintechehr. Also: Bliibed mer nöd hocke – mached mer üs uf d Socke, nöd z letzscht au us Solidarität mit e me ältere Porsche-Bsitzer, wo draa isch, sini Memoire z schriibe under em Titel „Vom Draufgänger zum Fussgänger“.  
Öber de Otteberg ine dröhnts und tönts wie am Strande von Rio „Hörst du die Motoren, hörst du ihren Klang? Es tönt in den Ohren, wie Heimatgesang…“ Im Chemmetal händs a Stell vo de iiggangene Leuebeiz e Vetteli-Wirtschaft für en bsunders schnelle Schnösel us em grosse Kanton iigrichtet. D Spiellüt vo Schwaderloh hend im Sinn, d Operette „Der Vettel aus Dingsda“ iizstudiere. Bsunders villversprechend und hitverdächtig isch debii de Ohrwurm „Niene fahrsch so schön und listig wie bis üs im Chemmetal“.  
Zrugg is Dorf. Do wäär zwüsched ine e chlises Chlageliedli z singe.
De Figel schiebt de Riegel
vo sim Lade. Jetzt muesch de Flade,
Stückli und Chueche
neimed anderscht go sueche…
Vill Lüüt ghöört me flueche:
Da sei de Gipfel vom Weggli,
wie dää d Chunde verseggli
und überhaupt, da het me nie g’ glaubt…
Stroossmas Sune-Undergang
stöndi i keim Zemehang
mit em Klimawandel
heissts bim Detailhandel.
Hend Ehr au Entzugserschiinige? Jetzt hämmer doch tatsächlech sit em 30. Oktober nünt meh vo Xang und so ghört. Debii gäbs vo döt no e schöös Gschichtli z verzelle. I plaudere e chli us de Schuel:
Im chlinere Chreis isch erwoge worde, s Freileichtspektakel 08 in ere Krimi-Version uffüehre z loh. Die wör denn „Xang im Saxerriet“ heisse und i de Hauptrolle chämt de Martin Sax am Saxophon zum Zug; währed de Alt-Schroter Hans Hangartner als Detektiv Schnurrli e paar schwäri Fäll zum Löse öberchäämt.
 
Scho fascht e chli kriminell isch es denn doch no worde dei im Herbst ine, wie de Chronischt z prichte weiss: Em Guschti Gmür isch s nüme ghüür

Er schloht Alarm im Fonduecheller:
Retted Rechaud, Gable, Teller!
Und drum rennt in grösster Eili
schnell wies BisIwetter d Scheili
d Stäge n uf i grosse Schritt.
Alli Achtig dir, Brigitt.
Sitzt die Angst auch in den Knochen –
Fertig: Übung abgebrochen!
Am Aufräumtag merkt Martin Stähli,
dass ihm ein Mocken Fleischchääs fähli,
den ein hundskommuner Hund
aus dem Kofferraum zum Schlund
geführt am End der Feier.
Der Köter von Anita Meier
hat zwar vor Freude laut gebellt,
jedoch den Zvieriplausch vergällt.

 
Im letzschte Johr häts nöd a sprtleche Höhepünkt gmanglet. No vor em eidgenösssche Hoselupf z Frauefeld hät üs d Fuessbball-WM z Südarfrika i Bann zoge und debi hät üüs Schwizerine und Schwizer vor allem eis einigs Gööli z tüüfscht i de Seel wohl tue. Mis Dichterross hät gwieheret:

FIFA hoch! Gelson Fernandes,
der grosse Held des Schweizer Landes,
hat nach Rezept der Eidgenossen
wie weiland
Willi Tell geschossen.
Auf dem
Hitzfeld des Gefechtes
leisteten
wir wieder Rechtes,
liessen mega-cool in
Durban
ein vielversprechend Glanzlicht störben.
Viele sagten zwar: Me cha
nie öppis mache gege
Spanie.
Gleichwohl fiel zu unserm Wohl in gar wunderprächtig Goal.
Ein schwarzer Mann, vordem aus Sitten
hat uns für uns unsern Sieg erstritten,
uns zum Triumph  verholfen hat er,
ein
Walliser wie Seppi Blatter…
Nun fragt man sich, öbs öppe gar
so öppis wie ein
Heimspiel war? 
 
S sisch Wahljohr, Lüüt! De Chlii Gmeindrot isch scho vor drei Woche gross usechoo, die andere sind no am Strable. I ha mer vorgnoo, damoll kei ornithologischi Düütig vorzneh. I mags em Max und sine sechs Gspänli au esoo gune.

Interessant isch, dass i dem lokale Gscheh namentlich zwei CVP-Stämm sit Generatione eifach nöd z schlage sind. Zum einte isch d Bommer-Hasler-Linie sit de Gründig vom Gmeindsparlament vor 65 Johr vom Grossvater Franz Bommer, sim Sohn Franz Norbert, dem siner Töchter Marianne Bommer Kurath und erem Cousin Valentin Hasler (sit eme Johr i de Exekutive) vertrete. Mit de bede Bildhauermeister Gotthilf und Felix Hotz im Grosse Gmeindrot und neu de Gmeindrötin Veronika Bieler-Hotz (en ere richtige Frau Toggter) hät sich die Südstaatler Familie sogär d Anerchennig vom Wifelder Schlossherr gsicheret. „Er söll bim Zmorge emoll bemerkt haa: „Do hots dann viele Hotz, da druntn im Tol“. Jetzt wartet mer no no uf d Gründig vo Hotzialdemokratische Partei.
 
Luegezi amel au so gern d Fernseh-Sendig „Glanz und Gloria“? Nu no 54 x schloofe, denn isch im englische Königshuus wieder emoll e Hostig fällig und mer chöned mit offene Müüler i di gross wiit Welt usestuune. Au wenn de Thomas Götz als Näppi abtanked hät und jetzt als Kantonsrot Schnider wortwörtlech haltlos Bern zue zielet, fehlts nöd a blaublüetige Spure im Thurgi. Us dem Grund isch de Duurplauderi Reto Scherrer (abkürzt DRS) i d Umgebig vom Schloss züglet, er will no meh Überblick zgwüne.

Us fascht allne blaublüetige Zwiig finded mer au im Thurgi Ableger und somit ufregendi Persönlechkeite. Die wiederumlieferd als Grundnahrig för die mostidianisch Klatschspalte i üsere Kantons-Postille

Ehrfürchtig lueget mer ufe an Schlosshang, wo de Baron von Finck nisted und mit siner Präsenz deför sorged, dass d Gemeind Wifelde mit schöner Regelmässigkeit i de Milliardärsliste vo Bilanz uftaucht.
D Thurgauer Sozi gend ihren Hang zum Landadel ohni Uschweif und Berüehrigsängst zue, sinds doch im Bundehus mit ere Gräfin und i de Regierig mit eme Graf durchuus salonfähig vertrete.
Drum mue sich au niemer wundere, dass jetzt üseri bodehaftig SVP uf eri Nationalrotsliste e Herzogin gsetzt hät.
De Freiherr Heinrich ab und zu Hard wird au witershii sini ugfrooget Meinig i de iischlägige Gazette verbreite und jedem gwunderig zueblinzle: Gäll, häsch es au gläse?
Noch em Verlust vo de Swisseglise wird d Christeheit nöd blos mit de In-House entschädiget. De Heilig Stuehl hät mit em Holzfachmaa Markus Meier en Originalbürger us em Erzbistum Vaduz mit Samichlause- und Räblus-Erfahrig a d Spitze vo de Wifelder Chircheverwaltig delegiert

Us dere Ufstellig isch hoffentlich allne klar worde: Der Adel ist gelandet! Nennts Prominenz! Drum bitt ich eu alli, mini Initiative zur Erhaltung der Adelsvielfalt z understütze und z underschriibe.
 
Dass es bi dere blau-blüetige Fülli öppe eim de Karton lupft, und er sich in ere Einma-Selbsthilfegruppe en eigene Staat baschtlet, loht scho ufhorche.

„Hier herrscht ein Anarchist“ –stoht im Titel von nere Reportasch im Beobachter.
Öb ächt Anar-Chischte e speziell Art vo Model-Packige seiged?

Motiviert dur d Lektüre, han i is mis Tagebuech gschribe:
O Dani, dan i no daa taar erläbe.
Au ich wett mer z Müle e Träumli erfülle
Wie du mi dim Avalon, en eigne Staat,
o je mi nee - chönnt da en Hit si…

Als historisch verbürgte Kaiser han i mi natürli au über die spezielle Münze vom King Model gfreut. Da sött i au ha, han i i aller Bescheideheit tenkt und mich noch de Voruussetzige erkundiget. Vo de Münzprägebude han i Bscheid öberchoo, min Grind het uf ere sone metallige Schiibe gär kei Platz!

Drom münz i halt mini fasnächtleche Förz eifach esoo um.
 
Danke förs Zuelose – Tschau mitenand.

Ein Wunsch het i no för der Wahlherbscht : s wär doch choge schö, wenn die eidgenösssiche Wahle identisch wäred mit em Finale vo „Die grössten Schweizer Talente“

5. März 2011 fis
 

Flower Power

Hät's vor em Truube ganz vil Rauch, chunnts vo dä lange Wurscht
am Wienachtsmärkt stönds a defür und händ dänn nochher Durscht.
Tuets aber hindrem Truube räuchle, hätts paar Raucher dötte
im Hüüsli chasch bald nümme schnuufe, i däre Chämihötte

Ganz andri Würscht die hanged dänn is s'Langers Räucherchammer
Die sind de Hit, s'händs alli gärn, me ghört do gar kei Gjammer
Raucht's aber um de Egge ume, d'Füürwehr chunnt ganz schnell
bi Nacht und Iis und Wiehnachtsziit, bim Elsi brännts ganz hell

Im ganze Dorf rauchts ohni Füür, da isch doch gar kei Sach
s'isch Winterziit und dorum hätts e dicks, schwärs Nebeldach
im Früelig dann liit alles still, kei Flugzüg, nei, wie Null
in Island raucht ein ganz ganz fescht, dä Eyjafjallajökull
Es wot es Fraueli z'Märit go, z'Märit go
wet de Ma diheime lo, tra la la la la, tra la la la la
wet de Ma …..

Si findt es wär etz gar nid schlächt, gar nid schlächt
d'Fraue hetted au s'Stimmrecht …..

D'Manne händ etz nüt me z'säge, nüt me z'säge
dörfed nu no Täsche träge …..

Frauehüüser muesch go sueche, muesch go sueche
Z'Wyfelde chach's gfüert go bsueche ….

D'Fraue tüent's dänn döt sehr loobe, döt sehr loobe
d'Manne möged no so toobe ….

Die verstönd das nu historisch, nu historisch
Nid moralisch und nid logisch …

Doch mir verstönd das ganz genau, ganz genau
I jedes Huus brucht's Ma und Frau …
Mir händ dänn do no's s'Männerheim
Sunneburg, heisst dä Verein
s'isch alles neu, s'isch alles schö
s'wär alles guet, doch je-mi-nö
scho s'zweite Mol, es isch verzwickt,
händs wieder mol dä Leiter gschickt.

Im letschte Johr, 30 Grad im Schatte,
stoht plötzli d'Füürwehr uf dä Matte
dä Kommandant, dä Nochber quasi,
stürzt sich i'd Kluft, alles mue dra si
doch wos am Tag druf nomol tönt
chunnter i dä Shorts, grad so wie gwöhnt

Me Rauch als Füür, da gseht me gschnell
s'ganz Rösslispiel isch gschnell zur Stell
si stelled fescht, dass d'Sunn elei
än Iifluss hät uf Chlappe drei.
A eis händs eifach nonid tänkt:
We me d'Auto um dä Brandplatz lenkt.
Mitte im Ort do ghörsch au du dezue
en Baum, e Bänkli, chli Rue
e chli verträumt und verschlofe törf's si
e chli Romantik debi
und machsch es nid mies, isch's fascht s'Paradies

Blos e chlises Dorf, mit bürgerliche Wänd
blos e chliini Stadt, wo keini Tuube kennt
si stönd do ufere Foti als grosses farbigs Bild
füettere isch verbote, denn das isch Freiwild

E jedi Stadt hät es Zentrum ir City
z'mindst e Statue i de Mitti
autofrei sött's uf jede Fall si
ladt zum Treffe dich i
es wär so vil mögeli mit üsem Max Vögeli

Blos e chlises Dorf, mit bürgerliche Wänd
blos e chliini Stadt, wo keini Tuube kennt
si stönd do ufere Foti als grosses farbigs Bild
füettere isch verbote, denn das isch Freiwild

Doch plötzli verwachsch us dim schöne Träumli
Gsesch nu no en alts Bäumli
Du gsesch kein Mensch und es git e kei Bier
Au da isch verbotte hier
Für Wyfelde ein Muss, isch en Stromanschluss

Blos e chlises Dorf, mit bürgerliche Wänd
blos e chlini Stadt, wo ein de ander kännt
träumsch so vor di ane, denn d'Hüüser kennsch jo scho
plötzli merksch, du bisch im PC uf Street view cho
Shalom chaverim, shalom chaverim
So heisst's hüt dihei
Ich frög mi ganz schnell
Was da dänn do söll
Shalom, shalom

Wird d'Sproch etz umgstellt?
Wird's Läse umkehrt?
Hmm-Hmm, Hmm-Hmm
Nei, nei, nu kei Angscht
Hei David, du bangsch?
Hmm-Hmm, Hmm-Hmm

Nid hebräisch isch in
Sit Aafangs vom Johr
Di neu Ziitig kauft
Fangsch hinne a läse
wänn ganz schnell wotsch wüsse
wa z'Wyfelde lauft.
Du frogsch mi, wer ich bi
Du frogsch mi, was ich schrieb
Gestatten, Freiherr von und zu
ha Vieles zäme klaut

Min Compi, dä isch geil
hätt nume Taschte drei
mit Control C und Control V
git's z'Bayreuth dä Dokter au

Ich lüüt dä Merkel aa
wot wüsse was i cha
Doch die sait, Ka-Te etz gosch z'wiit
druck mol uf Taschte "delete"
Kling Glöcklein, klingelingeling, kling Glöcklein kling
Znacht verwachsch in Panik
Isch da do Titanik
häsch kein Ahnig vo de Zit
de Gloggeschlag 's etz nümme git

Kling Glöcklein, klingelingeling, kling Glöcklein kling
Znacht ghört me än Löli
bsoffe umegröli
nu d'Glogge, die sind stille
isch das Gottes Wille?

Kling Glöcklein, klingelingeling, klnig Glöcklein kling
Am Sunntig muesch nid schaffe
chöntisch länger schloofe
Hauts di usem warme Bett
d'Glogge lüütet dänn um d'Wett
I bi en Italiano
spiel forte und piano
gang johrelang in Truube
isch mini Arbeitsbude
Refrain: oh mia bella, cara mi Maria
chom zu mir i mini Trattoria
füered mir ä glini netti Beiz
du chasch bi mir do helfe
da hät doch au sin Reiz

Etz hani gnueg vom stresse
zum Vino Spaghetti ässe
chame ha doch au bi mir
trinksch lieber no ä Bier?
Refrain:

Dä Storche tuen i gaufe
im Truube devo laufe
hani en Gaggeliofe
und mini dreie Goofe
Refrain:

Mir tönd di chli vermisse
häsch d'Muurerchelle gschmisse
Pasquale bisch en Held
Doch schaffe muesch für's Geld
Sind Wahle gsi, so seit me sich, am Fuess vom Ottebärg
nüt Spannends, nüt verruckts isch gsi, au gar kein Gartezwärg
di chlini Eva fröget d'Muetter, lot eifach nid locker
Es gfallt mer kein, drum wart i gspannt uf dä Nano-Joker

Dä Vale, üsen Benjamin, luegt dä Kultur chli gnauer
Dä Tomi isch än Art än Puur, nämli än Hölzlibauer
nu d'SVP sait unbeirrt, mit Donner, Blitz und Potz
es langed wenn mir d'Puured händ, nid Senn, nid Bieler Hotz

Etz sind's vorbii und alles isch so gloffe we mes wünscht
Etz chachsch dänn baue, grad wot wotsch, s'isch sicher, dass du günsch
Dänn beidi, wo do s'Säge händ, die händ doch so vil Gält
Die baued selber schöni Schtäll im wiite freie Fäld
S'isch Fasnachtszyt, än Umzug goht
durs Dorf, doch wieder sind's mol z'spot
trotz aller Planig, rutsche, schiebe
lönd eu säge, all ihr Liebe
für d'Mess isch alles reserviert
da Zält dä schöni Platz blockiert

Wyfelde wott als Stadt brilliere
Und sis Imitsch ufpoliere
Messe zum esse, Messe sind in
s'Wega-Büro git allem en Sinn
und für d'Mess vo üsre Katholike
chönsch dä Gregor Wegmüller schicke


D' Alliglattohre